12/31/2013

PLAYLIST 20.12.13 *UNDERCOVER*

MORRISSEY - THAT'S ENTERTAINMENT (THE JAM)
DAUGHTER - GET LUCKY (DAFT PUNK)
TEARS FOR FEARS - READY TO START (ARCADE FIRE)
EDITORS FEAT. RDM - WALK ON THE WILD SIDE (LOU REED)
DESTROYER - LEAVE ME ALONE (NEW ORDER)
GLASS CANDY - COMPUTER LOVE (KRAFTWERK)
MAGIC WANDS - SLEDGEHAMMER (PETER GABRIEL)
MARSHEAUX - EYES WITHOUT A FACE (BILLY IDOL)
ARCADE FIRE - GAMES WITHOUT FRONTIERS (PETER GABRIEL)
2 HEARTS AND CHEMICALS - TEENAGE ANGST (PLACEBO)
PLAYRADIOPLAY! - MR. BRIGHTSIDE (THE KILLERS)
WE HAVE BAND - LET'S DANCE (DAVID BOWIE)
QUEENS OF THE STONE AGE - WHITE WEDDING (BILLY IDOL)
THAT NOISE - SEX ON FIRE (KINGS OF LEON)
INSPIRAL CARPETS - TAINTED LOVE (GLORIA JONES)
HOOVERPHONIC - SHAKE THE DISEASE (DEPECHE MODE)
CHROMATICS - RUNNING UP THAT HILL (KATE BUSH)
TIGER BABY - LOVE WILL TEAR US APART (JOY DIVISION)
THE TWIST - MOVE ANY MOUNTAIN (THE SHAMEN)
LISSY TRULLIE - READY FOR THE FLOOR (HOT CHIP)
LOU CANON - CLOSE TO ME (THE CURE)
VERONICA FALLS - THORN IN MY SIDE (EURYTHMICS)
SIOUXSIE & THE BANSHEES - DEAR PRUDENCE (THE BEATLES)
GERMANY GERMANY FT. KOTOMI - A REAL HERO (COLLEGE)
MONTAG - SMALL TOWN BOY (BRONSKI BEAT)
HIKASHU - THE MODEL (KRAFTWERK)
AUTOKRATZ - TEMPTATION (NEW ORDER)
CRYSTAL CASTLES FEAT. ROBERT SMITH - NOT IN LOVE (PLATINUM BLONDE)
SOFT CELL - TAINTED LOVE (GLORIA JONES)
PSYCHE - SEX DWARF (SOFT CELL)
LADYTRON - LITTLE BLACK ANGEL (DEATH IN JUNE)
SAALSCHUTZ - TANGO 2000 (NICHTS)
PRIMAL SCREAM FEAT. KATE MOSS - SOME VELVET MORNING (NANCY SINATRA & LEE HAZLEWOOD)
BLONDIE - HANGING ON THE TELEPHONE (THE NERVES)
ELASTICA - DA DA DA (TRIO)
KEN HAYAKAWA - WIEN BEI NACHT (REINHARD FENDRICH)
HANAYO - JOE LE TAXI (VANESSA PARADIS)
MAGIC WANDS - BURNING UP (MADONNA)
FRIDAY BRIDGE - EYES WITHOUT A FACE (BILLY IDOL)
TOYAH - ECHO BEACH (MARTHA AND THE MUFFINS)
ECHODRONE - ARE FRIENDS ELECTRIC? (GARY NUMAN)
THE RAVEONETTES - SHE'S LOST CONTROL (JOY DIVISION)
SCHOOL OF SEVEN BELLS - KISS THEM FOR ME (SIOUXSIE AND THE BANSHEES)
THE KILLERS - SHADOWPLAY (JOY DIVISION)
ACID PAULI FEAT. JOHNNY CASH - I SEE A DARKNESS  (BONNIE 'PRINCE' BILLY
CHICKS ON SPEED - KALTES KLARES WASSER (MALARIA)
ALAN NEON - REAL WILD CHILD (IGGY POP)
YEAH YEAH YEAHS - SHEENA IS A PUNKROCKER (THE RAMONES)
THE RAMONES - I DON'T WANNA GROW UP (TOM WAITS)
BANGLES - HAZY SHADE OF WINTER (SIMON & GARFUNKEL)
SELEBRITIES - EVERYWHERE (FLEETWOOD MAC)
KIM CARNES - BETTE DAVIS EYES (JACKIE DE SHANNON)
SOPHIE ELLIS BEXTOR - REBELLION (LIES) (ARCADE FIRE)
THE MISSION - ATOMIC (BLONDIE)
SNOWDEN - TIME OF THE SEASON (THE ZOMBIES)
SCHONWALD - A FOREST (THE CURE)



"C'mon baby
We better make a start
You better make it soon!"


12/26/2013

LIEBLINGSLIEDER IM DEZEMBER 13




1. MORRISSEY - SATELLITE OF LOVE
Cover No.1 / Lou / R.I.P.

2. MOLLY NILSSON - WORLDS APART
Dark / Smokey / Coldwave

3. NILS FRAHM - HAMMERS
Classic / Piano / Reich

4. SCHONWALD - IN OUR ANGELHOOD
Cover No.2 / Cocteau / Gaze

5. MODE MODERNE - STRANGLE THE SHADOWS
Driven / Dreampop / Doused

6. PHANTOGRAM - FALL IN LOVE
Dance / Gaze / Bombastic

7. HIBOU - GLOW
Dreampop / Craft Spells / Loped

8. UNWOMAN - DESTROY EVERYTHING YOU TOUCH
Cover No. 2 / Cello / Ladytron

9. LONDON GRAMMAR - NIGHTCALL
Cover No.3 / Drive / Melancholy

10. AUTUMN'S GREY SOLACE - FALLING SKY
Spheric / Gazing / Dreamy


12/12/2013

MORRISSEY: Autobiography

Während MORRISSEY wieder einmal auf der Suche nach einem Label ist, fand sich für seine lang ersehnte "Autobiography" schnell der Verlag schlechthin: Penguin Books. Die Lebenserinnerungen erscheinen sogar in der legendären "Classics"-Reihe und verweisen so schonmal auf das nicht zu kleine Ego des Autors, das durch den riesigen Erfolg endlich wieder ein paar (verdiente) Streicheleinheiten bekommen hat. In Großbritannen, der Heimat, zu der Morrissey eine gespaltene Beziehung hat, schnellte es sofort auf Platz Eins der Bestseller-Listen.

Wie wichtig Morrissey Platzierungen sind, lässt sich im Buch immer wieder beobachten: Sämtliche Singles werden mit der entsprechenden Charts-Platzierung erwähnt - plus des jeweiligen Befremdens, nicht auf Nummer Eins mit dem für vielen besten Album aller Zeiten ("The Queen is dead") gelandet zu sein. Was es jedoch zum ersten Mal schafft, ist schließlich Morrisseys erstes Solo-Album nach der sehr merkwürdigen Trennung der "Smiths": "Viva Hate".


Die schmerzhafte Trennung der Band nimmt jedoch weniger Raum ein als der Gerichtsprozess um Tantiemen, den Schlagzeuger Mike Joyce anstrengte und Morrissey sichtlich verwüstet zurückließ. Aus dem Prozess mündete sein bitteres Album "Maladjusted" und in seinen Erinnerungen richtet er den zuständigen Richter mit messerscharfen Worten und einem brillanten Plädoyer regelrecht hin. Er arbeitet geschickt heraus, wie wenig es diesem Mann zusteht, über ihn zu urteilen und weist ihm einen Platz bei den lächerlichen Figuren in der Literaturgeschichte zum Thema Justiz zu. Während man selbst oft denkt bei all den Irrtümern im Prozess, ist Morrissey tatsächlich in einen kafkaesquen Alptraum geraten, weist er selbst auf einen weiteren Klassiker des Penguin-Verlags hin: "Bleak House, indeed".





Morrissey spart nicht mit Referenzen zu anderen Künstlern oder Autoren, er erinnert sich auch an die Fernsehserien seiner Kindheit und es ist eine Freude zu lesen, dass der kleine Morrissey gebannt vor den Puppenserien von GERRY ANDERSON saß und vor allem die Figur "Marina" liebte, die auch schon auf einem SUBLIME-Flyer zu sehen war: "Thunderbirds, of course they are puppets, yet they are as real as I am". Am meisten hat ihn "Man in a Suitcase" beeindruckt, eine wirklich fantastische und harte Serie über einen Agenten, meisterhaft gespielt von Richard Bradford, dessen Vorname in der Serie nie erwähnt wird und er immer nur McGill genannt wird - genauso wie Morrissey immer Morrissey heißen wird. Bradford ist übrigens auf dem Single-Cover von "Panic" zu sehen, wie alle "Smiths"-Cover ist auch dies von Morrissey gestaltet:




In oft brüllend komischen Beschreibungen erzählt er von merkwürdigen Treffen mit anderen Künstlern wie zum Beispiel David Bowie, den er an der Frühstücksbar eines Hotels trifft und es entspinnt sich folgendes Gespräch: "David quietly tells me, 'You know, I've had so much sex and drugs that I can't believe I'm still alive,' and I loudly tell him, 'You know, I've had SO LITTLE sex and drugs that I can't believe I'm still alive.'" 
Zu Siouxsie fällt ihm die Geschichte ein, welches Video sie für ihr gemeinsames Duett "Interlude" vorschlägt: Sie bewirft ihn konstant mit Steinen im Park. Und es gibt berührende Erinnerungen, vor allem die an Kirsty MacColl, die viel zu früh verstorbene Sängerin, die in einigen Smiths-Lieder die Background-Stimme war. 
In den USA erscheint das Buch seltsamerweise ohne den Hinweis auf seine homosexuelle Beziehung zu dem Fotografen Jake Owen Walters, von dem er schreibt: "For the first time in my life the eternal "I" becomes "we", as finally, I can get on with someone". Den amerikanischen Lesern bleibt vorenthalten, wie Jake Morrissey ein Tee an die Badewanne bringt oder Morrissey sich auf dem nackten Bauch Jakes fotografieren lässt:




Auf wessen Entscheidung hin diese Kürzung vorgenommen wurde, ist noch nicht bekannt. Ob Morrissey hier wieder "zensiert" wurde, wie er es oftmals im Buch beklagt? Ihm war es offenbar egal, dass sich die britische Presse nur auf die verwertbaren Teile seiner Autobiographie stürzen würde und diese sind natürlich sexueller Natur. Morrissey schreibt über die zwei wichtigen Beziehungen in seinem Leben allerdings so dezent, dass kein Boulevard-Journalist hier genügend Material haben könnte. Tja, auch wenn selbst die "Bild" über die erste Beziehung Morrisseys mit erst 35 Jahren - "zu einem Mann!" - schreibt, bleibt der private Morrissey im Buch wenig fassbar. Wahrscheinlich, weil es keinen privaten und öffentlichen Morrissey gibt, wie er immer wieder suggeriert. Wenn er darüber schreibt, dass er in seiner Beziehung zu Tina Dehghani von der Überlegung spricht ein "mewling miniature monster" in die Welt zu setzen, wirkt das wie aus einer Zeile seiner Songs entsprungen.


Immer wieder fängt Morrissey seine Leser mit Zitaten aus Smiths- oder Solo-Songs ein, die die Situationen in seinem Leben illustrieren: Was war zuerst da? Das Leben oder die Erinnerung daran? Eine Autobiographie gestaltet immer Erinnerungen, lässt aus, verdichtet und dichtet auch um: Der Leser - und in diesem Fall insbesondere der Fan - geht mit dem Autor einen "autobiographischen Pakt" ein, wie der Literaturwissenschaftler Philippe Lejeune dies formuliert hat. Für ihn ist die literarische Autobiographie ein ”besonders interessanter Sonderfall eines umfassenderen Phänomens. Jeder trägt so etwas wie eine ständig überarbeitete Rohfassung seiner Lebensgeschichte in sich". So wie die Anhänger Morrisseys Autobiographie vertrauen werden, werden die Kritiker ihm misstrauen. Und wie viele Autobiographen zementiert auch er seinen Mythos mit einer Art ersten Erinnerung und schreibt in wirklich unübertreffbarem Oscar-Wilde-Stil: "Naturally my birth almost kills my mother, for my head is too big". Klaus Mann beschäftigte sich auch mit diesem Problem der Ersterinnerungen in Autobiographen und fragt: ”Womit beginnen? Am Anfang ist die Dunkelheit. Aus der Dunkelheit wächst die Legende. Wir bewahren unsere ersten Erinnerungen, so wie die Menschheit sich die frühen Abenteuer merkt: als Mythos.” (Klaus Mann: "Kind dieser Zeit"). Auch Morrissey schafft mit diesem Satz einen persönlichen Mythos, den vom ewig leidenden und anderen Leid bringenden Einsamen und Kompromisslosen.


Warum ihm die britischen Medien und Kritiker oftmals misstrauen und seine Songs niemals im englischen Radio gespielt werden, erklärt Morrissey so: Seine Alben zu kaufen, ist ein politisches Statement. In Südamerika, Skandinavien und vielen anderen Orten wird Morrissey vorbehaltlos geliebt, verstanden und verehrt, wie er immer wieder in seinem Buch betont und was ihn wiederum verwundert. Am Ende sind seine Erinnerungen auch eine große Abrechnung, mit all denen, die ihm nicht vertrauen, denen am Ende jedoch nichts anderes übrig bleiben wird, denn seine Texte und Lieder bleiben für die Ewigkeit: 



"Don't rake up my mistakes 

I know exactly what they are
And ... what do YOU do ?
Well ... you just SIT THERE
I've been stabbed in the back
So many many times
I don't have any skin
But that's just the way it goes.

You'll never believe me, so 

Why don't you find out for yourself ?
Sick down to my heart
That's just the way it goes".

   

12/08/2013

UNDERCOVER: LOU REED



Dieses Jahr verstarb mit LOU REED einer der einflussreichsten Musiker und dass er das war, sieht man alleine an der Fülle von Coverversionen, die es von ihm oder THE VELVET UNDERGROUND gibt. Auch Morrissey hat ihm zu Ehren nun eine wunderbare Coverversion von "Satellite of Love" herausgebracht und schrieb in seiner kürzlich erschienenen Autobiographie prophetisch: 

"He might drop dead any second, and is therefore the real thing. Examined ravenously like a museum exhibit, Lou Reed is evidently spiked to excess, and strangely lovable."



Hier kommen die schönsten Lou Reed-Hommagen:

MORRISSEY - SATELLITE OF LOVE





EDITORS FEAT. RDM - WALK ON THE WILD SIDE






OMD - WAITING FOR THE MAN






DETACHMENTS - HERO IN






THE PRIMITIVES - I'LL BE YOUR MIRROR















12/05/2013

SUBLIME IM DEZEMBER: Undercover!


"Da ist ein Licht das niemals erlischt"...

Die traditionelle sublime Weihnachtsfeier steht wieder an, zu der unsere treuen Gäste natürlich wieder bei freiem Eintritt eingeladen sind.

Gespielt wird wieder alles, was die kuriose Welt der Coverversionen hergibt, in der Shoegazer in anderen Genres wildern, Popsängerinnen diverse Indiehymnen interpretieren, Dreampopper sich an hartem Heavy-Metal versuchen oder Elektromusiker an Countrysongs herumbasteln.

Im Ergebnis ist Sublime an diesem Abend also komplett "under cover“ und doch bleibt die musikalische Palette sublim wie immer mit Shoegaze, Indiepop, Electronica, Synthpop, Dreampop und New Wave! Ein Abend zum Schmunzeln, Tanzen und Mitraten, denn es gibt auch etwas Schönes für denjenigen zu gewinnen, der die meisten Lieder in Original und Cover aufschlüsseln kann...


Ein Abend voller Coversongs:

SUBLIME UNDERCOVER
Hier geht's zum -> Facebook-Event!

20. DEZEMBER 2013
22:00 - 03:00 UHR

EINTRITT FREI !!!
FILMBÜHNE / Taubengässchen 2 / Regensburg 



DJs:

AYLI
lostclub, wunderbar

MISS SHAPES
pfannenstiel parties

MARKUS GUENTNER
sending orbs 




LISTEN AND DANCE!

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Weitere sublime Links:

FLYER: Dezember 2013


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puppe: "captain black"

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Zu diesem Flyer gibt es übrigens eine skurrile Geschichte:

Miss Shapes & Mossman brachten die Puppe aus London mit und siehe da, sie sprach! Leider ausgerechnet aus der Handtasche von Miss Shapes am Flughafen-Sicherheitscheck folgende Worte: "This is the Voice of the Mysterons!"... "You will all die"...

Zum Glück kennt jeder Engländer die Sixties-Serie "Captain Black" und wir durften unter großem Lachen heimreisen...